betrügerischer Aktienhandel

Vorsicht betrügerischer Aktienhandel

Vorsicht Abzocke

Vorsicht Abzocke

Unter dem Begriff „Boilerroom“ versteht man einen betrügerischen Aktienhandel. Dabei werden Aktien, für die kein Markt existiert, an Anleger verkauft. Den Käufern wird ein hohes Kurssteigerungspotenzial vorgegaukelt. Dort wo Aktien tatsächlich gehandelt werden, scheint sich das zunächst zu bestätigen. Doch ist diese Kurssteigerung durch die Verkaufsaktivitäten bedingt. Damit lassen sich weitere Kunden gewinnen oder bestehende stocken auf. Manchmal handelt es sich auch um nicht börsenkotierte Titel, was viele Kunden nicht bemerken. Ein beliebter Trick besteht darin, den Firmennamen ähnlich zu wählen wie derjenige tatsächliche kotierter Titel; bei einer oberflächlichen Internet-Recherche meint der Kunde dann die Werthaltigkeit des Titels festgestellt zu haben. Ein weiterer Trick besteht darin, den Kunden zur Umschichtung von kotierten in nichtkotierte Titel zu motivieren.

Wenn die Kunden verkaufen wollen, kommt in jedem Fall etwas dazwischen: Die Kurs fallen. Die Verkäuferfirma verschwindet spurlos. Regulierungsbehörden sollen den Verkauf verboten haben oder was immer den findigen Gaunern einfällt. In aller Regel sind auch gar nie Aktien erworben und in ein Depot eingebucht worden, was Kunden seltsamerweise oft ohne Nachweis annehmen. Die Firmen treten allerdings oft und in letzter Zeit zunehmen professionell auf (Websites, gut klingende, auf den ersten Blick echt erscheinende Firmen-Repräsentanten, fiktive noble Bürostandorte usw.). Beispiel http://www.navasotagroup.com/ (Es kann keine Garantie für die Aktualität des Links gegeben werden, da solche Firmen manchmal schlagartig vom Netz verschwinden).

Die Rückholung so verlorener Gelder ist möglich, aber sehr aufwändig und nicht immer erfolgreich. Die Täter operieren nicht dort, wo sie es vorgeben und verstecken ihre Identität erfolgreich. Methoden, wie man sie trotzdem aufspüren kann, veröffentlichen wir aus naheliegenden Gründen nicht.

Umso mehr Bedeutung kommt in diesen Fällen der Prävention zu. Meiden Sie Geschäftskontakte mit Firmen, welche eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen. Zahlen Sie auf keinen Fall Geld ein.

1. Die Verkäufer kontaktieren Sie telefonisch.

2. Sie empfehlen den Kauf einer bestimmten Aktie mit „sicherem“ Kurssteigerungspotenzial“.

3. Die Verkäufer können nicht angerufen werden. Es kommt eine Bandansage, man ruft sie zurück.

4. E-Mail-Verkehr ist möglich. Die Namen der Verfasser sind nicht überprüfbar.

5. Bitten um einen Identitätsnachweis (Pass, Firmenregisterauszug) werden empört von sich gewiesen oder mit fadenscheinigen „Datenschutzerklärungen“ abgelehnt.

6. Die Registrierungsprozedur (Kundendatenerfassung, Risikobelehrung usw.) kopiert hingegen oft täuschend ähnlich diejenige seriöser Banken oder Broker.

7. Die angegebenen Bankkoordinaten für die Einzahlungen lauten oft auf andere Konteninhaber, meist Firmen. Nicht selten sind die Banken in „exotischen“ Staaten wie Taiwan, Hongkong /China, Zypern u. dgl.

8. Ein Nachweis des Kaufs erfolgt nicht oder es werden gefälschte Depotauszüge vorgelegt.

9. Kurz nach einem allfälligen Kauf kommt man mit Aufstockungs- oder Umschichtungsangeboten. Immer müssen Sie zuzahlen.

10. Verkaufsorders werden nie ausgeführt.

Spätestens bei Punkt 7. müssten Sie den Kontakt abgebrochen haben. Geben Sie den hartnäckigen und oft geschickten Verkaufsanrufen nicht nach und erklären Sie abschliessend Ihr Desinteresse. Sollten Sie schon Geld einbezahlt haben, so setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir können einschätzen, ob Rückholungschancen bestehen. Strafanzeigen bleiben oft wirkungslos, meist werden die Behörden nur aktiv, sofern eine grosse Zahl von Anzeigen erfolgt oder sehr hohe Beträge im Spiel sind. Nach einigen Monaten verschwinden die Firmen und agieren unter neuen Namen weiter.

 
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